CDU/SPD-Eiertanz um Standort der Rhein-Main-Hallen geht weiter – LINKE&PIRATEN unterstützen Bürgerbegehren zum Schutz der Herbert-Anlage und weisen auf weitere Risiken hin
Der Vertreter der Stadtverordnetenfraktion LINKE&PIRATEN im Ausschuss Planung, Bau und Verkehr Hartmut Bohrer kritisierte in der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung erneut die unsolide Stadtplanungspolitik der Rathausmehrheit und bezeichnete die Planungen zu den Rhein-Main-Hallen (RMH) als „gelungenes Beispiel … wie man es nicht machen sollte“. Er erinnerte daran, dass sich OB Müller im Jahre 2010 vorschnell auf einen Neubau der RMH an der Wilhelmstraße festlegte und damit eine sachgerechte Prüfung verschiedener anderer Standorte verhinderte. Die jetzt verabschiedete Variante an der Friedrich-Ebert-Allee war erst wieder ins Gespräch gekommen, nachdem sich Widerstand regte. Andere Standortmöglichkeiten, wie z.B. in der Nähe des Bahnhofs oder Kulturzentrums, wurden abgetan und nicht geprüft, obwohl verschiedene Probleme der nun beschlossenen Variante damit hätten vermieden werden können. Insbesondere die Gefahr der weiteren Beschädigung der Herbert-Anlage ist weiterhin gegeben, da der von der CDU/SPD-Mehrheit getragene Beschluss dies zulässt. Die Fraktion LINKE&PIRATEN wird deshalb die Durchführung eines Bürgerbegehrens unterstützen. Bohrer ist optimistisch, dass die erforderliche Zahl der Unterstützungsunterschriften zusammenkommt und die CDU/SPD-Koalition ihren Beschluss korrigieren wird, um einen Bürgerentscheid zu vermeiden, bei dem sie – kurz vor der OB-Wahl - mit einem Denkzettel rechnen müsste.
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