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Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Beschäftigung , Sitzung am 09. November 2011

Offene Fragen bezüglich des Monatsberichts August 2011 Dr. Horst Schmidt Klinik GmbH

Antrag der Fraktion LINKE&PIRATEN für die Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Beschäftigung am 09. November 2011


Offene Fragen bezüglich des Monatsberichts August 2011 Dr. Horst Schmidt Klinik GmbH

Bei der Auswertung des Monatsberichtes August 2011 der Dr. Horst Schmidt Klinik GmbH, insbesondere im Vergleich zu den Zahlen aus dem Monatsbericht Juni 2011, drängt sich anhand der zum Teil massiven Ausgabensteigerungen in bestimmten Bereichen der Verdacht auf, dass die Geschäftsführung der HSK zumindest ab Juli 2011 nicht mehr mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns erfüllt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass im Vorgriff auf die geplante Teilprivatisierung Aufwendungen getätigt und Anschaffungen gemacht wurden, die weit über die Aufwendungen und Anschaffungen eines normalen Geschäftsbetriebes hinaus gehen.

In der untenstehenden Tabelle sind die markantesten Erlösminderungen bzw. Aufwandssteigerungen zusammengefasst. Verglichen wurde jeweils das Monatsmittel Juli/August mit dem Monatsmittel Januar bis Juni.

Wenn man die tatsächlichen Zahlen von Januar bis August mit einer Fortschreibung der Zahlen von Januar bis Juni vergleicht, dann ergeben alleine schon die unten aufgeführten Erlösminderungen und Aufwandssteigerungen einen Betrag von 4275 T€. Um diesen Betrag liegen die Kosten und Erlöse im Juli/August über bzw. unter den Durchschnittszahlen aus dem Zeitraum Januar bis Juni.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf den Bereich des Verkaufes von Waren an Dritte gerichtet werden. Der Wareneinsatz für den Verkauf von Waren an Dritte betrug im Zeitraum Januar bis August 8299 T€, während die Erlöse aus dem Verkauf von Waren an Dritte im selben Zeitraum bei 354 T€ lagen. Allein aus diesem Bereich ergibt sich ein Defizit von 7908 T€.

Beide Blöcke zusammen ergeben Erlösschmälerungen bzw. Aufwandssteigerungen von 12.183 T€. Das gesamte Jahresdefizit für den Zeitraum Januar bis August 2011 beträgt demgegenüber „nur“ 9821 T€.


(Gesonderte Aufstellung siehe angehängtes pdf)

Der Ausschuss möge beschließen:


Der Magistrat (Dezernat II/HSK) wird gebeten zu berichten:


1. Zur genaueren Aufklärung der Aufwandssteigerungen wird um eine Summenliste aller Konten gebeten, aufgegliedert auf die einzelnen Monate Januar bis Oktober.

2. Es wird darum gebeten, in allen zukünftigen Berichten bei den Kontengruppen 40 sowie 60 bis 64 ebenfalls alle relevanten Konten anzugeben, so wie es schon bei allen anderen Kontengruppen der Fall ist.

3. Befindet sich auf Konto 579070 sämtliche Erlöse aus Warenverkäufen an Dritte? Falls nein, wird um eine Auflistung der übrigen Konten gebeten, auf denen diese Erlöse ebenfalls verbucht werden. In jedem Fall wird um eine Aufstellung gebeten, an welche Kundengruppen welche Warengruppen verkauft wurden, wie die Kalkulation der Verkaufspreise geschieht und welche Maßnahmen ergriffen werden, um in Zukunft ein mindestens kostendeckendes Ergebnis in diesem Bereich zu erzielen. Außerdem wird um Auskunft gebeten, wie die Erlösminderung um 137 T€ zwischen dem Monatsbericht Juni und dem Monatsbericht August zustande kam.

4. Es wird um Aufklärung gebeten, warum der Aufwand für Personalbeschaffungskosten und Zeitpersonal um 26% bzw 20% gestiegen ist, obwohl sich der Einsatz von Zeitpersonal nicht gravierend verändert hat.

5. Es wird um eine aktuelle Aufstellung gebeten, welche Inkassokosten in den einzelnen Monaten Januar bis Oktober 2011 entstanden sind und wieviele Forderungen mit welchem Gesamtbetrag das jeweils betraf.

Ergebnis

Gegen LINKE&PIRATEN und B90/GRÜNE mehrheitlich abgelehnt


Downloads

022-11-11-09-Antrag_HSK_v3.pdf

Permalink: http://0l3.de/fV



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