Zum Geschäftsbericht SGB II 1. Halbjahr 2012, der morgen auf der Tagesordnung des Ausschuss für Soziales und Gesundheit zur Kenntnis genommen werden soll, erklärt die sozialpolitische Sprecherin Manuela Schon:
"Die Tatsache, dass die Zahl der Menschen, die Leistungen nach dem SGB II in Anspruch nehmen unter die 30.000-Marke gefallen ist, ist auf den ersten Blick erfreulich - bei näherer Betrachtung löst sich dieser vermeintliche Erfolg jedoch in Luft auf: Da die Zahl der Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt mit Beendigung des SGB-Bezugs rückläufig ist, ist dies weniger auf die erfolgreiche Arbeit der Optionskommune Wiesbaden zurückzuführen. Eine Analyse worauf der (geringe) Rückgang zurückzuführen ist, findet nicht statt. Es kann also nur spekuliert werden. Leider werden im Bericht nach wie vor weder der Bezug von Wohngeld und Kinderzuschlag, noch die Frühverrentungen erfasst – zwei Größen, die regelmäßig zu Verringerungen der Bezugszahlen führen, was aber de facto nicht zu einer finanziellen Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen führt.“
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